Kurt und Else schwanenweiß Kunst Fotografin
Annegret Schreiber stellt in Götz aus GÖTZ „Kurt und Else“ steht lapidar unter einem großen Foto. Doch zu sehen sind darauf zwei majestätische Schwäne auf dem glitzernden Wasser. Das Nachbarfoto zeigt eine bunte Ente, darunter steht einfach „Gisela“. Annegret Schreiber liebt es, ihre einfühlsamen Tierfotos mit einer Prise Humor zu verfremden. Die selbstständige Fotografin aus Neuseddin stellt zurzeit im Avalon-Hotel in Götz aus. Zur Vernissage kamen am Wochenende zahlreiche Besucher, Freunde und Bekannte, aber auch Vertreter der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) mit Bürgermeister Reth Kalsow und dem Götzer Ortsbürgermeister Detlef Lemke an der Spitze.
„Sie findet tolle Motive, darauf muss man erst mal kommen“, sagte Hotelchefin Elisabeth Cramer über die Künstlerin. Dabei verdient Annegret Schreiber, 48, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, ihr Geld hauptsächlich mit Auftragsfotos. Familienfeste, Hochzeiten, Beerdigungen, alles hält sie zur Erinnerung fest. Junge Frauen lassen sich aber auch in „chicen Dessous“ ablichten. „Doch parallel zur Porträtfotografie bleibt die Leidenschaft für Natur und Landschaft“, sagt Schreiber über sich selbst.
Nach der Reizüberflutung im Alltag biete die Natur Erholung. Gerade die Region an der Havel sei damit reich beschenkt. „Darin Interessantes aufzufinden und mit der Kamera zu erleben ist für mich immer wieder eine Herausforderung.“
Zu sehen sind unter anderem die Götzer Tonstiche, das Schilfufer von Ferch, Boote am Seddiner See und immer wieder Tiere. Ursprünglich habe sie Wirtschaftskauffrau gelernt, aber nach der Wende eine Fotografieausbildung in Falkensee gemacht. Zuerst war sie dann als angestellte Fotografin in einem Werbeunternehmen tätig, bis sie vor zwei Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Schreiber arbeitet als mobile Fotografin, ohne Studio. Die erste Ausstellung hatte sie schon 1995 im Schloss Oranienburg, dann unter anderem in Deetz, Groß Kreutz und in der Heimvolkshochschule Seddiner See.
Info:
Die Ausstellung ist voraussichtlich bis zum Herbst im Avalon Hotel Havelland in Götz, Ringstraße 7, zu sehen.
Text von Peter E. Gramse
Quelle: Märkische Allgemeine, Brandenburger Kurier, 29.04.2008
Fotos der Vernissage: